· 

Erbschaft - und dann? 5 wichtige Tipps für Erben

5 Tipps für Erben

[Enthält Werbung] Niemand denkt in guten Zeiten über den Ernstfall nach. Trotzdem ist es wichtig, sich frühzeitig mit möglichen Erbschaftsangelegenheiten zu befassen: Wer erbst das Haus? Wie wird das Vermögen überhaupt verteilt? Sollen Personen von einer Erbschaft ausgeschlossen werden und wenn ja, wie? Wie setzt man ein rechtsgültiges Testament auf?

Es ist äußerst sinnvoll, sich mit dem Leben nach dem eigenen Ableben zu beschäftigen. Wer Nachkommen hat sollte all diese Themen ausführlich besprechen. Das gibt der gesamten Familie Sicherheit und bereitet alle Beteiligten auf den Ernstfall vor. Mit den nachfolgenden Tipps können Erbstreitigkeiten vermieden werden.

Unverzichtbar: Fachanwaltliche Beratung

Anwaltlicher Rat ist bei einer Erbschaft unverzichtbar. Erblasser können durch frühzeitigen Kontakt zu einem Fachanwalt für Erbrecht dafür sorgen, dass zukünftige Erben fair und geltendem Recht entsprechend behandelt werden. Auf diese Weise können Missverständnisse - aber auch Unverständnis für bestimmte Vermögensverteilungen - bereits weit vor dem Erbfall ausgeräumt werden. Insbesondere für Ehepartner lohnt sich eine ausführliche erbrechtliche Beratung, denn nicht immer ist das sogenannte Berliner Testament auch die sonnvollste Lösung. Den Partner zum Alleinerben zu machen kann den aktuellen Lebensstandard des Ehepartners sichern, weil Kinder dann erst nach dem Tod des erbenden Partners an der Reihe sind. Steuerrechtlich ist das Berliner Testament nicht immer sinnvoll, denn für das Vermögen fällt möglicherweise ein weiteres Mal eine Erbschaftssteuer an. Durch Schenkungen können Vermögensteile gesichert werden, doch auch das kann mit nicht unerheblichen Kosten verbunden sein. Ein Fachanwalt für Erbrecht kennt sich mit der komplexen Rechtsmaterie aus und erarbeitet eine sinnvolle Erbstrategie. Wer im Raum Leipzig wohnt kann sich glücklich schätzen Erbrechtsexperten in Wohnortnähe verfügbar zu haben.

Unter www.leipzig-anwalt-erbrecht.de finden zukünftige Erblasser hilfreiche Informationen und einen direkten Draht zu einer Erbrechtsexpertin.

Tipps bei Erbstreitigkeiten

Eine Erbschaft gleicht nicht selten einem familiären Tauziehen. Rein rechtssicheres Testament und anwaltliche Beratung sind wichtige Maßnahmen, um Erbstreitigkeiten zu vermeiden.

Auch vor dem Termin für das fachanwaltliche Beratungsgespräch zum Thema Erbschaft können zukünftige Erblasser etwas tun: eine der wichtigsten Hilfestellungen für Erben bezieht sich auf ein intelligentes Dokumentenmanagement. So wichtig ein rechtsgültiges Testament auch ist, es hilft nur, wenn die Erben es auch finden. 

Äußerst sinnvoll ist, einen Ordner anzulegen, in dem Erben alle wichtigen Dokumente, beispielsweise das Testament, Versicherungsunterlagen und Vollmachten, finden. Das erleichtert Angehörigen die notwendigen Behördengänge oder den Besuch bei der Bank des Erblassers. Auch eine Aufstellung über laufende Verträge ist hilfreich: dazu gehören insbesondere Abonnements oder Laufzeitverträge.

 

5 Tipps für Erben

Neben einem ausführlichen Beratungsgespräch bei einem Fachanwalt für Erbrecht, helfen bereits die folgenden fünf grundlegenden Tipps, damit Erben auf den Ernstfall vorbereitet sind.

 

1. Auch Schulden kann man erben

Nicht immer ist der Verstorbene vermögend gewesen. Weil man als Erbe auch Schulden erben kann, sollte man sich nach Eintritt eines Erbfalles unbedingt über die Vermögensverhältnisse informieren. Davon hängt maßgeblich die Entscheidung ab, ob da Erbe angetreten werden sollte oder nicht. Wer das Erbe nicht antreten will, muss es ausschlagen - und zwar innerhalb einer Frist von 6 Wochen. Aufgepasst: Wer vor anderen Menschen auftritt, als sei er ein Erbe, kann auch so bewertet werden, was unter Umständen als Annahme der Erbschaft gewertet wird. In Zweifelsfällen ist der Kontakt zu einem Experten angeraten.

 

2. Erbschein beantragen

Das Wichtigste zuerst: Man erbt mit dem Todeszeitpunkt, nicht erst mit Ausstellung des Erbscheins. Dennoch ist das Dokument enorm hilfreich, um Behördengänge zu erledigen oder um eine Immobilie umschreiben zu lassen, wenn kein Testament vorhanden ist. Den Erbschein kann man beim zuständigen Nachlassgericht beantragen.

 

3. Andere Erben kontaktieren

Wer von einem Todesfall erfährt, sollte seine Miterben kontaktieren. Wer nicht Alleinerbe ist, sondern Teil einer Erbgemeinschaft, erleichtert die Klärung des Erbfalles durch eine Abstimmung mit den Miterben. 

 

4. Auf die Erbschaftssteuer gefasst sein

Wer erbt, muss dafür unter Umständen auch Steuern zahlen. Je nach Höhe der geerbten Vermögenswerte fällt dann die Erbschaftssteuer an. Banken sind dazu verpflichtet im Todesfall Informationen an das zuständige Finanzamt weiterzuleiten, sodass der Behörde entsprechende Mitteilungen wahrscheinlich bereits vorliegen. Eine mögliche Erbschaftssteuererklärung (ohne Aufforderung!) ist wichtig und sollte gegebenenfalls frühzeitig mit einem Fachanwalt für Erbrecht besprochen werden.

 

5. Auslandsvermögen beachten

War der Erblasser regelmäßig im Ausland unterwegs oder hatte dort vielleicht sogar einen Zweitwohnsitz? Dann sind möglicherweise auch dort Vermögenswerte vorhanden. Achtung: Falls das Vermögen in der Vergangenheit bei der Finanzbehörde unerwähnt geblieben ist, müssen sie als Erbe verpflichtende Auskunft erteilen. Ansonsten haften sie - auch für die Vergangenheit. Bei Vermögenswerten im Ausland ist eine sorgfältige Prüfung, auch durch einen Experten, enorm wichtig.

 

So traurig ein eintretender Erbfall auch ist: die einzuhalten Fristen sind meist zu kurz, um wichtige Schritte nach hinten zu verschieben. Lassen sie sich bei der Bewältigung unter die Arme greifen - auch um genügend Zeit zum Trauern zu haben.


Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Michael Bäcker (Freitag, 19 Oktober 2018 07:32)

    Danke für die Informationen zur Erbschaft. Als meine Uroma damals starb, hatte sie eine Vertretung in Verlassenschaft organisiert und die ganze Familie fand das eigentlich ganz gut. Der Rechtsanwalt war sehr verständnisvoll und kompetent. Dass man unbedingt, einen Erbschein beantragen sollte, ist echt wichtig. Danke!
    LG
    https://www.dr-kohlbacher.at/

  • #2

    Franzi Heine (Dienstag, 06 November 2018 15:32)

    Danke für die Infos zu Erbschaften. Mein Kollege hat von einem verstorbenen Verwandten viel geerbt. Nun hat er sich einen Rechtsanwalt für Erbrecht genommen, um die Sache zu überprüfen. Dass man auf die Erbschaftssteuer gefasst sein muss, werde ich ihm sagen.
    https://www.advokat-keber.com/de/innsbruck-land/