Die besten Gaming-Tipps: Fakten über die Nintendo Switch

Einige Tage nach Präsentation der Nintendo Switch werden immer mehr Details bekannt. Vor allem um die Leistung der Docking Station der Hybridkonsole rankten sich so manche Gerüchte. Zumindest einige davon können nun ausgeräumt werden. Neue Informationen schaffen nun zumindest ein wenig mehr Klarheit über das, was die Nintendo Switch leisten kann und was nicht.

Neues zur Nintendo Switch Docking Station und fehlenden Diensten

Wichtige Fakten über die Nintendo Switch
   

In der Theorie klang die Technik der Docking-Station der Nintendo Switch fast revolutionär für den Konsolenbereich. Der Benutzer steckt die den Multiscreen einfach in sein Dock und profitiert von einer verbesserten Leistung beim Gaming auf dem Fernsehgerät. Jetzt ist klar: ein Plus an Rechenleistung erzielt das Andocken nicht.

 

Auf der offiziellen Webseite zur Nintendo Switch* würden jüngst Informationen zur Docking-Station veröffentlicht, die viele der bisherigen Gerüchte - und damit auch einige Erwartungen - zerstreuen. Die Docking-Station ist demnach ein reines Verbindungsstück, das einerseits als Ladestation dient und anderseits das Bild von der eigentlichen Switch-Konsole auf das Fernsehgerät überträgt. Immerhin die Bildqualität wird bis zu 1080p, also eine Full-HD-Auflösung erreichen. Auf den veröffentlichten Bilder zur Docking-Station sind der HDMI-Ausgang zur Verbindung der Switch mit dem TV zu sehen, ein USB-Port sowie der AC-Anschluss für die Stromversorgung. Bei angedockter Switch leuchtet an der Vorderseite der Docking-Station eine LED.

 

Fehlende Dienste: Kein Miiverse. Kein Streetpass

Besonders erfreut waren Fans der Nintendo Switch darüber, dass Spielinhalte wie Screenshots oder Videos per Knopfdruck angefertigt und über den sogenannten Share-Button mit anderen Spielern geteilt werden können. Bisher sind Spieler davon ausgegangen, dass ihre Spielfortschritte über die hauseigene Social-Media-Plattform Miiverse geteilt werden. Auch dieses Gerücht hat sich nun als falsch herausgestellt. Der Dienst Miiverse ist auf der Nintendo Switch nicht verfügbar. Die Bestätigung für diese Information kam von David Young, dem Assistant Manager of Public Relation von Nintendo of America. Stattdessen sollen bereits existierende Kanäle genutzt werden. Welche Kanäle dies genau sein werden, ist jedoch nicht bekannt. Denkbar wäre eine Kooperation mit den populären Social-Media-Plattformen wie Twitter oder Facebook, ähnlich dem System, das Blizzard derzeit bei seinem MMORPG World of Warcraft nutzt. 

Dass Nintendo die Switch eher als Heimkonsole sieht, zeigt das Auslassen des StreetPass-Service, den Fans von Nintendos 3DS bereits kennen. Dieses mobile Feature wird es (zumindest zu Beginn) auf der Nintendo Switch nicht geben.

Video der Live Präsentation


Wer die Live-Präsentation der Nintendo Switch am 13. Januar 2017 bisher verpasst hat, kann sich die Aufzeichnung online ansehen. Neben einigen Features der Konsole werden zudem mehrere Spieletitel für die Nintendo Switch gezeigt. Die unterhaltsame Präsentation dauert rund eine Stunde und erzeugt Vorfreude auf die Veröffentlichung der Hybridkonsole am 03. März 2017*. Für Eltern von jüngeren Spielern besonders interessant dürften die "parental controls" sein, die auf der Nintendo Switch zur Verfügung stehen. Auf dem Event am 13. Januar 2017 hat Nintendo bereits so einige Geheimnisse zur kommenden Hybridkonsole gelüftet. Und auch jetzt werden nach und nach weitere News zur Nintendo Switch an die Öffentlichkeit. Eine davon betrifft die innovativen Joy-Con-Controller und deren Lademöglichkeit. Bisher war zum Aufladevorgang noch nichts bekannt, jetzt wird klar, dass auch die Ladestation für die Controller zum separaten Zubehör gehören wird. 

 


Ladestation für Joy-Con-Controller kostet extra

Bisher war unklar, auf welche Weise die Joy-Con-Controller der Nintendo Switch aufgeladen werden und ob dazu auch die mitgelieferte Halterung nutzbar ist.

Schaut man sich unter anderem das Angebot des Online-Shops Amazon bezüglich der Nintendo Switch an, so wird deutlich, dass für die Energieversorgung der Joy-Con-Controller eine separate Ladestation herhalten wird. Die im Nintendo Switch Paket mitgelieferten Joy-Con-Halterung ist dagegen lediglich ein einfacher Griff, um die Haptik der Controller zu verbessern. Das klingt zunächst wenig dramatisch, ein Problem zeigt sich jedoch bezüglich der Lademöglichkeit während des Spielens am TV.


Die die optional erhältliche Ladestation können Spieler die Joy-Cons nur per direkter Verbindung mit der Nintendo Switch aufladen. Bei einer durchschnittlichen Ladezeit von rund dreieinhalb Stunden, wird Zockern, die vergessen haben ihre Controller aufzuladen, daher eine Zwangspause verordnet. Ungeduldige Spieler müssen in die Tasche greifen und rund 30 Euro zusätzlich ausgeben, dann können die Joy-Con auf während des laufenden Spielbetriebs am TV mithilfe der erhältlichen Ladestation* Energie versorgt werden.

 

Nintendo Switch: ein Zubehörbaukasten?

Nintendo Switch: Versteckte Kosten?

Je mehr Details zu den einzelnen Komponenten öffentlich werden, desto mehr drängt sich die Frage nach der Konsole als wahres Zubehörwunder auf. Nicht nur der Pro-Controller, oder die Joy-Con-Ladestation* müssen separat gekauft werden, auch die Erweiterung des internen Speichers von 32 Gigabyte mittels Micro-SDHX-Karte wird viele Konsolenspieler zu zusätzlichen Investitionen zwingen. Vor die Vergrößerung des Speichervolumens scheint nahezu unumgänglich. Sämtliche Komponenten der Nintendo Switch sind einzeln erhältlich: von der Docking-Station bis hin zu den linken und rechten Joy-Cons als Einzelcontroller.

 

Zudem wird es einige Luxusartikel im Zubehörsegment geben. Dazu gehören beispielsweise Schutztaschen und wahrscheinlich auch ein Displayschutz. Klingt fast so, als könnte man mit der Nintendo Switch jede Menge Geld loswerden.

 

Was im ersten Moment nach ziemlich skurrilen Geschäftsmethoden klingt, kann sich in der Praxis insbesondere nach Ablauf der Garantiezeit als wahrer Segen für Spieler entpuppen. Stellen einzelne Komponenten den Betrieb ein, kann man zielsicher Ersatz besorgen. Clever!

Nintendo Switch ist Herausforderung für EA

Es vergeht kein Tag mit neuen Nintendo Switch News. Manche sind interessanter als andere, aber selbst die kleineste Randbemerkung kann wichtig sein, um sich ein umfassendes Bild von der neuen Konsolengeneration von Nintendo zu machen. Meinungen der großen Publisher sind umso wichtiger, immerhin sind die es, die die Fans zukünftig mit namhaften oder neue Spielen versorgen. Einer der absoluten Big Player der globalen Gaming-Industrie ist Electronic Arts. Wie der Executive Vice President Patrick Söderlund nun in einem Gespräch mit IGN verriet, zwingt Nintendo den Publisher-Giganten EA zu einem Umdenkprozess.

 

Demnach gehe Nintendo mit einer völlig anderen Denkweise an seine Projekte und damit auch an die Nintendo Switch heran. Diese Andersartigkeit könne letztendlich dazu führen, dass ein vergleichsweise unkonventionelles Projekt bahnbrechend werden könne.

Tatsächlich sind Innovationen immer auch mit mutigen Ideen verbunden. Und es liegt in der Natur der Sache, dass Erfolg manchmal nur schwer vorhersagbar ist. Auch EA wird damit regelmäßig Spiele für die Nintendo Switch nachlegen, weil der Publisher nach Aussage von Patrick Söderlund "auf jeder Plattform sein wird, auf der die Kunden sind."

 

Fifa ist damit nur ein erstes Signal seitens Electronic Arts, die Nintendo Switch zukünftig zu unterstützen.

 

Die besten Spiele für Nintendo Switch: Fire Emblem kommt 2018

Die strategische Rollenspielreihe Fire Emblem kennen Gaming-Veterane seit 1990 und damit bereits seit 27 Jahren. Trotz des stolzen Alters gehört Fire Emblem noch lange nicht zum alten Eisen. Auf einer Präsentationsveranstaltung hat Nintendo nun die neuen Serienableger Fire Emblem Echoes für 3DS sowie einen im Detail noch geheimnisvollen Ableger von Fire Emblem für Nintendo Switch angekündigt. Viele Informationen sind nicht bekannt über Fire Emblem für Nintendo Switch. Eine der für Spieler wichtigsten Details ist jedoch das Veröffentlichungsdatum, das Nintendo zwar nicht auf einen exakten Termin festgelegt hat, immerhin aber einen Release im Jahr 2018 anstrebt. Dass sich das Spiel also bereits in der Entwicklung befindet, ist sicher.

 

Ein Statement der PR-Abteilung von Nintendo bringt den Serienteil Fire Emblem: Radiant Dawn ins Gespräch, der im Jahr 2007 für die Nintendo Wii erschienen ist. Vor allem die Tatsache, das dieser Ableger der Videospielserie Fire Emblem unterwegs spielbar sei, schien für die PR-Abteilung besonders erwähnenswert. Vergleiche zu einem ähnlichen Konzept für die Nintendo Switch liegen daher nah. In den nächsten Wochen werden sicher weitere Informationen zu einem Fire Emblem für die Hybridkonsole veröffentlicht werden. Fans dürfen also gespannt sein. Fire Emblem dürfte für Fans eine der großen Hoffnungen am Rollenspiel-Himmel der Nintendo Switch sein. Die jeweils Systemexklusive Serienkonzeption setzt auf Verbindungen zwischen den Spielteilen. Fire Emblem* besitzt eine große Fanbase, die ihr Spiel auch durch zahlreiche Fanprojekte weltweit unterstützen.

Fire Emblem für Nintendo Switch soll 2018 erscheinen.

5 Dinge, die du über die Nintendo Switch wissen musst

Bis zum endgültigen Release der Nintendo Switch am 3. März 2017 werden noch viele Gerüchte über die Hybridkonsole desjapanischen Traditionsherstellers in den Weiten des Internet die Runde machen. Trotz der unzähligen Unsicherheiten, insbesondere über die wahren technischen Daten des Konsoleninneren, gibt es einige Fakten, die bereits jetzt feststehen. Wir stellen dir fünf Dinge vor, die du unbedingt über die Nintendo Switch wissen solltest.

1. Nintendo Switch unterstützt Micro SDXC-Karten bis 2 TB

Mit dem Support von bis zu 2 Terabyte großen Speicherkarten des Formats Micro-SDXC setzt die Nintendo Switch auf Zukunftssicherheit. Derzeit sind Micro-SDXC-Cards mit 2 TB Speichervolumen noch nicht im Handel erhältlich. Sobald die ersten Stores die Karten jedoch unter die Kunden bringen, wird auch die Nintendo Switch mit ihnen kompatibel sein.

Wer bisher also Sorge hatte, die Speicherkapazität würde insbesondere für die Aufzeichnung von Spielvideos nicht ausreichen, kann dem Release am 03. März gelassen entgegensehen.

 

Die Verwendung von Speicherkarten bei der Nintendo Switch ist dennoch Fluch und Segen zugleich. Aktuell liegen die Preise für Micro-SDXC-Karten mit einem Volumen von 256 GB im Bereich um 150 Euro*. Ein Schnäppchen wird die Erweiterung des Speichers den Nintendo Switch somit nicht - auch wenn davon auszugehen ist, dass die Preise insbesondere für bereits jetzt verfügbare Karten weiter fallen werden.

 

Bedenkt man, dass der interne Speicher der Nintendo Switch lediglich 32 GB beträgt, Spiele wie Zelda jedoch über 13 GB Speicherkapazität verschlingen, kommen Spieler langfristig kaum an der Anschaffung einer zusätzlichen Speicherkarte vorbei. 
 

2. Die Bewegungssteuerung in Spielen kann optional sein

Einige der Spiele für die Nintendo Switch setzen beim Gameplay verstärkt auf die innovative Bewegungssteuerung, die mit den Joy-Con-Controllern möglich sein wird, darunter auch das Multiplayer-Spiel ARMS, das dem ersten Eindruck zufolge ziemlich guten Partyspaß verspricht. Wer bereits auf der Wii nichts mit fuchtelnden Steuerbewegungen anfangen konnte, wird sich darüber freuen, dass die Bewegungssteuerung zumindest bei ARMS optional ist. Wahlweise können Spieler auch ganz klassischen der Knopfdruck kämpfen

3. Die Docking-Station sorgt nicht für einen Grafik-Boost

Wer sich von der Docking-Station einen echten Powerboost versprochen hat, wird von der tatsächlichen Funktion des Verbindungsstücks der Nintendo Switch eher enttäuscht sein. Die Docking-Station sorgt, entgegen aller Erwartungen, nicht für einen Grafikboost, sondern dient als Lade- und Übertragungsstation. Immerhin wird das Bild auf dem Fernseh-Gerät mit bis zu 1080p angezeigt. 
 

4. Die Switch lässt sich unterwegs problemlos laden

Bis zu sechs Stunden mobiles Spielen hat Nintendo auf der Präsentation der neuen Hybridkonsole den Fans versprochen - natürlich abhängig von den jeweils gespielten Titeln. Das sicher beste Action-Adventure für die Nintendo Switch, Zelda - Breath of the Wild, soll unterwegs rund drei Stunden mit einer vollen Akkuladung spielbar sein.

Wem das zu wenig ist, der kann die Akkulaufzeit dank des Anschlusses vom Typ USB-C auch unterwegs verlängern. Ist keine Steckdose zur Hand, könnten auch entsprechend leistungsstarke Powerbanks für die nötige Extraportion Energie sorgen. So können Spieler zumindest bevorstehende Bosskämpfe etwas ruhig angehen ohne Angst vor einem schwarzen Bildschirm in den ungünstigsten Momenten haben zu müssen. Was eine Powerbank leisten muss, um für die Nintendo Switch als Energieversorger sinnvoll zu sein, ist derzeit noch nicht endgültig absehbar. Es ist jedoch davon ausgehen, dass leistungsstarke Powerbanks für Laptops auch für einen Ladezyklus der Switch ausreichend sein werden. Hochwertige Powerbanks mit 50.000 mAh* kosten derzeit um die 140 Euro. 

5. Die Switch unterstützt drei verschiedene Spielmodi

Eins plus Eins sind bei der Nintendo Switch nicht Zwei, sondern Drei. Insgesamt unterstützt die Hybridkonsole nämlich drei verschiedene Spielmodi. Während ihr im stationären Bereich mithilfe der Docking-Station auf dem Fernsehgerät im XXL-Format spielen könnt, sorgt das abdocken der kapazitiven Screens für gleich zwei weitere Spielmöglichkeiten. Zum einen könnt ihr die Switch ganz bequem wie einen klassischen Handheld zum mobilen Zocken verwenden. Zum anderen verfügt die Switch an der Bildschirmrückseite über einen ausklappbaren Standfuß. Stellt ihr die Nintendo Switch auf eine (sichere) Unterlage, so könnt ihr mit einem Freund zusammen oder gegeneinander spielen, wobei jeder Spieler auf einen der getrennten Joy-Con-Controller zurückgreift.

Damit ist die Nintendo Switch* eine unschlagbar tolle "Mitbringkonsole".

Meinung zur Nintendo Switch: Grafik ist (nicht) alles

Wenn eingefleischte Gamer etwas mit der Einführung einer neue Konsolengeneration erwarten, dann ist es häufig technischer Fortschritt. Damit gemeint sind dann aber nur selten große Innovationen, sondern in erster Linie leistungsstarke Rechenressourcen, die atemberaubende Bilder auf das heimische Fernsehgerät zaubern. Als Maßstab für herausragende technische Leistung wird innerhalb einer Konsolengeneration das Modell ausgewählt, das die derzeit prächtigste Optik zu erzeugen weiß. Im Falle der Switch wird sich Nintendo mit den Rivalen Sony und Microsoft messen lassen müssen.

Aber ist Grafik in einem Spiel wirklich alles, was wichtig ist?

 

Innovationen vs. Rechenleistung

Spätestens seit klar ist welcher Prozessorhersteller seine Technik für das Innere der Nintendo Switch bereitstellt und spätestens seit neue Details über die Docking-Station der japanischen Hybridkonsole bekannt sind, dürfte klar sein, dass in den allermeisten Spielen für die Switch keine grafischen Feuerwerke gezündet werden. Nintendo will einmal mehr mit Innovation statt Rechenleistung bei den Spielern punkten. Auch wenn ein ähnliches Konzept bei der Vorgängerkonsole Wii U eher gescheitert ist,  scheint der Plan mit den neuen Nintendo Switch aufzugehen. Die Controller Joy-Cons haben bereits nach ersten Anspielsessions kleinere Stürme der Begeisterung erzeugt. Technisch ist damit zumindest ein Teil der Konsole up-to-date - und innovativ erst recht.

 

Wenn Traditionshersteller wie Nintendo andere Faktoren als nur die Grafikpracht in den Vordergrund stellen, kann die Optik gar nicht das Einzige sein, worauf es ankommt - auch weil Nintendo mit dem Plan scheitern könnte. Die Kunden entscheiden letztendlich darüber, was ihnen wichtiger ist: Spielspaß oder Grafikleistung.

Zumindest für den Bereich der Familienkonsolen scheint die Sache klar, wenn man sich die Zielgruppe der Wii anschaut. Auch Partystimmung kommt bei Games auf der Xbox oder Playstation nur selten auf. Das kann Nintendo einfach besser.

 

Folglich wird man auch bei der Nintendo Switch alles daran setzen, Videospiele zu einem emotional involvierenden Vergnügen zu machen als zu einer optisch beeindruckenden Alternative zu unserer realen Welt.

Legend of Zelda - Breath of the Wild: Ploppende Objekte

Zelda: Breath of the Wild Grafik

Wer sich die bisher veröffentlichten Screenshots zum Nintendo Switch Spiel Legend of Zelda - Breath of the Wild angeschaut hat, wird den Titel aufgrund der unbewegten Bilder für ein optisch wunderbares Action-Adventure halten. Folgt man dagegen den Spielermeinungen, die den Titelhelden Link bereits in Aktion gesehen haben, so wird Kritik an der prächtigen Optik laut. Von plötzlich aufpoppenden Objekten oder unschönen Texturen ist dann die Rede. Und in der Tat wird Legend of Zelda - Breath of the Wild* keiner der grafisch makellosen Titel, die Xbox-oder Playstation-Spieler gewohnt sind. Echte Fans der Zelda-Reihe sind Einbußen bei der grafischen Präsentation dagegen gewohnt und mögen ihre Spieleserie nicht wegen oberflächlicher Schönheit, sondern aufgrund überzeugender innerer Werte, die von Spielern auch liebevoll "Gameplay" genannt werden.

 

Wie auf jeder neuen Nintendo-Konsole wird auch Zelda für viele Spieler einer der Kaufgründe sein  Grafik hin oder her: das war schon immer so. Spieler, denen optische Reize nicht so wichtig sind, legen umso mehr Wert auf die oft benannt "stimmige Atmosphäre". Ein gutes Spiel hat bestenfalls seinen ganz eigenen Charakter und versprüht Attraktivität abseits scharfer Texturen und hochauflösender Schatten. Zelda war dafür schon immer ein gutes Beispiel. Hübsch war es eigentlich nie und grafisch beeindruckend schon gar nicht, dafür hatten die Abenteuer stets dieses gewisse Etwas, das Spieler sich bei einem erstklassigen Action-Adventure herbeisehnen. Es verwundert daher nicht, dass selbst Xbox- und Playstation-Fans sich derartige Titel für ihre Konsolen wünschen - im Falle von Zelda führt zumindest kein Weg vorbei an der Nintendo Switch. Das ist gut so, weil Nintendo damit neben Mario ein weiteres starkes Kaufargument in den Konkurrenzkampf führen kann.

 

Selbst wenn hervorragendes Gameplay und wunderschöne Grafik sich derart perfekt vereinen, dass ein Top-Spiel dabei herauskommt, kann dem einen oder anderen Rollenspieler ein entscheidender Faktor fehlen, um mit einem Spiel glücklich zu werden. The Witcher 3 ist eines der Rollenspiel-Highlights der letzten Jahre und doch so anders als der spürbare kindliche Charme des spitzohrigen Helden aus Nintendos epischer Abenteuer-Saga.  

 

Bei Spielen sollte man es manchmal halten wie der Kleine Prinz und einfach daran denken, dass man wirklich nur mit dem Herzen gut sieht und das Wesentliche für die Augen unsichtbar ist.

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