Die besten Akne-Tipps: Isotretinoin gegen Pickel - Zur Wirksamkeit von Aknenormin

Wer Isotretinoin gegen Akne einsetzt, wird das Medikament bereits von seiner Hautärztin oder seinem Hautarzt verschrieben bekommen haben. Medikamente mit dem Wirkstoff Isotretinoin sind nämlich, im Gegensatz zu einigen anderen Anti-Pickel-Mitteln, rezeptpflichtig. Weshalb dieser Umstand für Patienten von besonderer Bedeutung ist, erfahrt Ihr etwas später im Text. Isotretinoin ist hierzulande für die Therapie von Akne zugelassen. Zugleich sollte aber gesagt werden, dass der Arzneistoff gegen Akne inversa nicht anspricht. Isotretinoin gegen Akne wird erst in einem der letzten Behandlungsschritte verschrieben. Erst wenn andere therapeutische Maßnahmen keine signifikanten Erfolge erzielen konnten, werden Dermatologen auf Präparate mit Isotretinoin als Wirkstoff zurückgreifen. Dieser Artikel stellt Euch einige Informationen zum Thema Isotretinoin gegen Akne zur Verfügung. Beachtet jedoch, dass selbst gut recherchierte Fakten die Beratung bei Eurem Arzt oder Apotheker niemals ersetzen.

Isotretinoin gegen Akne: Wirkung und Anwendung

Wichtige Hinweise zu Isotretinoin gegen Akne
   

Isotretinoin ist ein Wirkstoff der chemisch der Gruppe der Retinoide zugehörig ist. Retinoide sind verwandt mit dem sogenannten Retinol, das bekannter unter der Bezeichnung Vitamin A ist. Nicht-aromatische Retinoide der 1. Generation werden auf zweierlei Arten in der Behandlung von Akne eingesetzt: Topisch, also zur lokalen äußerlichen Behandlung von Pickeln sowie systemisch als Einnahmepräparat. Isotretinoin ist bei der Behandlung schwerer Akne-Formen keine neue Erfindung, sondern wird bereits seit 1982 eingesetzt. Seinerzeit hat das Pharmaunternehmen Roche das Arzneimittel unter den Namen Accutane vermarktet.
Die systemische Therapie mit Isotretinoin zielt auf eine Verringerung der Talgdrüsengröße ab. Dadurch soll sich die Menge des produzierten Talgs signifikant vermindern, was in der Folge zu sichtbar weniger Pickeln und Mitessern führt. Weniger Pickel und Mitesser bedeuten weniger Entzündungen und damit ein sichtbar gesünderes Hautbild. Isotretinoin ist allerdings nicht zur Behandlung jeder Akneerkrankung geeignet. Bei der Akne inversa gilt Isotretinoin als nicht besonders wirksam. Eingesetzt wird Aknenormin, so der Name des Arzneimitteln von Almirall, bei schwereren Verläufen der Akne - und dann auch nur, wenn andere therapeutische Mittel bereits erfolglos ausgeschöpft wurden. Selbstverständlich muss die Anwendung von Isotretinoin von einem Facharzt begleitet werden.

Die Anwendung ist allerdings sehr einfach. Creme oder Gel gegen Pickel zur äußerlichen Behandlung werden gezielt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Wir Isotretinoin gegen Akne zur innerlichen Anwendung verschrieben, gelten die Hinweise der jeweiligen Packungsbeilage. In der Regel werden die Weichkapseln ein bis zweimal täglich zu einer Mahlzeit eingenommen. Als Faustformel bei der Dosierung gilt: Pro Kilogramm Körpergewicht werden 0,5 bis 1 Milligramm Wirkstoff eingenommen. Da der Behandlungserfolg und auch die Verträglichkeit stets von der Dosierung abhängt, kann nur ein Dermatologe über die individuellen Einnahmeregeln entscheiden. Die Behandlungsdauer beträgt oftmals zwischen vier und sechs Monaten, um wirksame Ergebnisse gegen Pickel zu erzielen.

 

Mögliche Nebenwirkungen von Isotretinoin


Dass bei einem derart wirksamen Medikament gegen Pickel auch starke Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen auftreten können, dürfte den aufmerksamen Leser wenig überraschen. Die Nebenwirkungen der äußerlichen Behandlung mit Isotretinoin ähneln denen von stark reizenden Hautcremes. Eine Empfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff zeigt sich durch Brennen, Juckreiz, Hautrötungen oder Hautabschälungen. Ähnlich wie bei der Anwendung von Benzoylperoxid gegen Pickel kann die Haut besonders Lichtanfällig werden, was die Gefahr von Sonnenbränden erhöht. Treten diese äußerlichen Nebenwirkungen auf, sollte die Behandlung solange unterbrochen werden bis die Reizungen abgeklungen sind. Treten Nebenwirkungen wiederholt auf, wird die Behandlung von Akne mit Isotretinoin durch den Arzt normalerweise beendet. Die Nebenwirkungen bei einer systemischen Behandlung sind ungleich vielfältiger.


Zu den sehr häufigen Nebenwirkungen zählen unter anderem trockene Lippen oder Augen, Bindehautentzündungen, Haut- oder Augenreizungen sowie Gelenk- und Muskelschmerzen. Auch Störungen des Fettstoffwechsels und Veränderungen im Blutbild wurden registriert. Häufige Nebenwirkungen betreffen u.a. die Nasenregion, manifestieren sich in Kopfschmerzen oder führen beispielsweise zu einer Erhöhung des Cholesterin-Spiegels im Blut. Zu den seltenen Nebenwirkungen können psychische Auswirkungen wie Depressionen oder Angstgefühlen zählen. Zudem sind allergische Reaktionen bis hin zu Schocks ebenso dokumentiert wie Haarausfall und Stimmungsschwankungen. Sehr seltene Nebenwirkungen sind dagegen unter anderem Verhaltensauffälligkeiten, Psychosen, Selbstmordgedanken, Darmerkrankungen oder Zerstörungen von Muskelgewebe. Die Aufzählungen der Nebenwirkungen sind hier nicht abschließend wiedergegeben, sondern zeigen jeweils nur Ausschnitte. Mehr Informationen zu Isotretinoin erhaltet Ihr auch in dieser Broschüre des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. Erwähnt sei, dass einige dieser Nebenwirkungen von der Dosierung abhängen, in der Isotretinoin gegen Akne eingenommen wird.

Neben möglichen Nebenwirkungen bestehen zudem Wechselwirkungen. Die Einnahme von Isotretinoin zur Behandlung von Akne muss daher mit dem Arzt besprochen werden. Wechselwirkungen bestehen unter anderem zu Vitamin A, welches daher nicht zeitgleich mit Isotretinoin eingenommen werden darf. Ebenfalls in einer Wechselwirkung stehen bestimmte Antibiotika aus der Gruppe der Tetracycline. Unter anderem bei Funktionsstörungen der Leber oder Nieren, Depressionen oder Diabetes kann Isotretinoin kontraindikativ sein, was Euer Arzt vor der Einleitung einer Behandlung aber sicherlich erläutern wird.

 

Besondere Vorsicht für Frauen bei Isotretinoin

Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist besondere Vorsicht geboten. Isotretinoin ist teratogen, kann also bei einer Schwangerschaft das Risiko für ungeborene Kinder, Missbildungen zu entwickeln stark erhöhen. Zudem steigert der Wirkstoff die Gefahr für eine Fehlgeburt. Eine Behandlung mit Isotretinoin ist bei einer Schwangerschaft also verboten - das gilt auch dann, wenn keine geeigneten Verhütungsmaßnahmen angewandt werden und so ein Schwangerschaftsrisiko besteht. Um wirklich sicher zu sein, sollten Frauen im gebärfähigen Alter besonders kritisch sein, wenn es um eine Therapie mit Isotretinoin geht. Vor einer Behandlung müssen Frauen Schwangerschaftstests durchführen lassen. In Zweifelsfällen wird ohnehin darauf verzichtet, allerdings ist es wahrscheinlich ratsamer als Frau ganz auf Isotretinoin zu verzichten und besser zu natürlichen Mitteln gegen Pickel und Mitesser zu greifen, die nicht die beschriebenen Nebenwirkungen auslösen können.


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