Die besten Spieletipps: Day of the Tentacle Remastered im Test

Es war 1987, als LucasArts mit dem Spiel Maniac Mansion den Grundstein für ein ganzes Genre legte: Point&Click-Adventures. Als Spieler wählte man zwei aus insgesamt sechs herrlich skurrilen Charakteren, die die Hauptfigur Dave in das unheimliche Anwesen von Dr. Fred Edison begleiteten, um Daves Freundin Sandy zu retten. Der Erfolg war derart durchschlagend, dass der Nachfolger Day of the Tentacle im Jahr 1993 released wurde. Heute, 23 Jahre später, kommt die aktuelle Generation von Zockern in den Genuss, das sensationelle Adventure in einer überarbeiteten Version spielen zu können. DoubleFine sei Dank. Ich habe Day of the Tentacle Remastered (2016) gespielt und zeige Euch im Test, ob das nostalgische Zeitreise-Abenteuer auch heute noch halten kann, was es damals versprochen hat. Als guter Lifestyle Blog möchte ich Euch stets Themen bieten, die Euren Alltag bereichern: Und einige Stunden Day of the Tentacle Remastered zocken könnte genau die richtige Freizeitbeschäftigung sein, um abzuschalten.   

Der Adventure-Klassiker von LucasArts in neuem Gewand von DoubleFine

 Was zunächst auffällt, ist die überaus gelungene Präsentation des Spiels. Doe Grafik von Day of the Tentacle Remastered (2016) ist einfach hervorragend: wunderbar gezeichnet, mit jeder Menge Details, die mich in den Spielumgebungen verweilen ließen. Nicht, dass man bei einem Point & Click Adventure nicht ohnehin jeden Winkel analysieren würde, aber bei DotT schaut man gern noch ein drittes Mal hin. Ein weiteres Highlight ist der Sound. Die musikalische Untermalung passt zum jeweiligen Setting und dudelt fröhlich vor sich hin und unterstreicht die hohe Qualität der Remastered-Version. Einzig ein paar Soundeffekte mehr hätte Day of the Tentacle Remastered (2016) vertragen können, doch das ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Die Sprecher sind hingegen eine Wucht. Solch gute Sprecherleistungen wünscht man sich als Spieler in jedem Spiel.

 

Aber nicht nur bezüglich der Optik und der Vertonung kann Day of the Tentacle Remastered (2016) punkten, auch die Story mit ihren herrlich verrückten Anspielungen auf die amerikanischste aller amerikanischen Geschichten, wirkt heute noch so frisch wie 1993. In punkto Rätsel und Story hat sich bei der Neuauflage nämlich gar nichts verändert, was nur zeigt, wie zeitlos DotT ist. Das mit der witzigen Hintergrundgeschichte funktioniert perfekt: Ältere Adventure-Fans freuen sich, das geliebte Game in aufpolierter Version erneut zu genießen. Unwissende (denn sie wissen nicht, was sie verpasst haben!) bekommen ein Adventure erster Güte, das förmlich dazu einlädt, die anderen modernen Point & Click Spiele zu spielen.  

 

Auf den Nostalgiebonus nicht angewiesen: Zeitlos gut!

DoubleFine setzt glücklicherweise bei der Bedienung des Spiels nicht auf Nostalgie, sondern erweitert Day of the Tentacle Remastered (2016) um einige Komfortelemente. Besonders nennenswert ist das Menürad, das die ursprüngliche Verben-Auswahl einfach ersetzt und die Steuerung so erheblich flüssiger bedienbar macht. Toll: Fans der alten Steuerung können diese aber auf Wunsch aktivieren.

 

Held von Day of the Tentacle Remastered (2016) ist im Grunde die Zeit, genauer die verschiedenen Zeitebenen. Spieler springen munter in der Zeit umher und verbinden damit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu einem skurrilen Abenteuer, in dem der Schmetterlingseffekt eine gänzlich neue Bedeutung bekommt. Das beste Beispiel damals wie heute: George Washington und der Kirschbaum. Was es damit auf sich hat? Findet es doch selbst heraus. Damit die Rätsel nicht frustrieren, gibt es eine praktische Hotspot-Funktion, die in modernen Adventures zum Standard gehört. Wichtige Gegenstände werden einfach hervorgehoben. Zudem komfortabel: Es darf zu jederzeit gespeichert werden. Viele Rätsel sind ohne die Vereinfachung durch die Hotspot-Anzeige lösbar, denn die Lösungen sind nachvollziehbar und man kommt stets ans Ziele - ein bisschen Gehirnschmalz vorausgesetzt. 

 

Was ein wenig überfordern könnte, sind die vielen Verbindungen zur amerikanischen Gründergeschichte und die damit verknüpften Figuren samt ihrer Heldentaten. Zu wissen, dass Benjamin Franklin nicht nur Gründervater der USA war, sondern auch der Erfinder des Blitzableiters, ist für mindestens ein Rätsel lösungsrelevant. Und so kommt es manchmal vor, dass man kopfschüttelnd vor dem Monitor sitzt, wenn man Hoagie dann doch mittels Google-Suche näher ans Ziel gebracht hat. Wie gesagt: Nachvollziehbar sind die Rätsel fast immer, bei einigen sollte man aber die amerikanische Geschichte im Hinterkopf behalten.

 

Rund 12 Stunden hat Day of the Tentacle Remastered (2016) mich auf hohem Niveau unterhalten. Und wer das Spiel gemeistert hat: Maniac Mansion gibt es also Bonus. Auf in weitere nostalgische Abenteuer, die auf Nostalgieboni nicht angewiesen sind!

 

Fazit

Day of the Tentacle Remastered (2016) ist so etwas wie der Prototyp eines genialen Adventures. Nicht etwa weil es nostalgisch ist oder weil es mit dem Bonus des kultigen Entwicklerstudios LucasArts punkten kann, sondern einfach, weil es auch heute noch spielerisch zu überzeugen weiß. In Zeiten, in denen man echte Point & Click Abenteuer mit der Lupe suchen muss, ist Day of the Tentacle Remastered (2016) ohnehin eine Besonderheit. Zwischendurch gab es immer wieder PC-Games wie Edna bricht aus oder Deponia, die durch gute Qualität bei den Adventure-Fans punkteten, Day of the Tentacle Remastered (2016) spielt für mich jedoch in einer höheren Liga, denn spielerisch anspruchsvoll und ungemein witzig sind Adventures in genau dieser Kombination sehr selten. Dafür fährt Day of the Tentacle Remastered (2016) in diesem Test die Höchstwertung ein. Eigentlich sollte ich sogar eine völlig neue Wertungsstufe einführen, um die Qualität dieses Point & Click-Adventures zu verdeutlichen.    

 

Und Ihr? Hab Ihr Day of the Tentacle bereits gespielt, vielleicht sogar bereits in der klassischen Version? Teilt mir Eure schönsten Erfahrungen mit diesem Adventure hier in den Kommentaren oder auf Google+ oder Twitter mit.

Ich bin gespannt auf Eure Geschichten.

Bewertung der Alltagstauglichkeit

                  4 von 4 Punkten


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