Die besten Hausmittel bei Husten: Der Erkältung trotzen

Frühlingszeit ist Erkältungszeit. Nicht nur  bei bitterer Kälte im Winter fängt man sich schnell einen Schnupfen oder gar eine Erkältung ein. Insbesondere wenn es auf den Frühling zugeht, tanzen die Bakterien Tango. Tauchen die ersten Sonnenstrahlen am Himmel auf, sind urplötzlich wieder Menschenmassen unterwegs: ein Paradies für Viren und Bakterien, die sich dann vermehrt in Bussen, Bahnen, Restaurants und auch am Arbeitsplatz tummeln. Ein gestärktes Immunsystem hilft, Erkrankungen vorzubeugen. Wenn einen aber doch die Erkältung erwischt hat, ist Bettruhe wichtig. Zudem gibt es zahlreiche Hausmittel, die vor allem bei unerträglichem Husten für eine Linderung der Symptome sorgen können. Die besten Hausmittel bei Husten findet Ihr im nachfolgenden Artikel.  Ich drücke die Daumen, dass Ihr sie nicht brauchen werdet.

Schön durchatmen: Inhalieren sorgt für feuchte Atemwege

Auch wenn die Wirksamkeit selbst der besten Hausmittel gegen Husten nicht zweifelsfrei erwiesen ist, sollten Erkältungsgeplagte einen Versuch wagen. Besonders unangenehm ist ein hartnäckiger Reizhusten. Hilfreich kann es dann sein, die Atemwege regelmäßig zu befeuchten. Am einfachsten gelingt das mit Inhalationen, die der Erkrankte über den Tag verteilt.

Dabei gibt man heißes Wasser in einen speziellen Inhalator mit Mund-Nasen-Aufsatz oder verwendet ganz traditionell eine Schüssel sowie ein Handtuch zum Abdecken des Kopfes. Allzu heiß darf das Wasser aber nicht sein, um Verbrühungen zu vermeiden. Insbesondere bei Kindern ist Vorsicht geboten! Neben der Inhalation von reinem Wasserdampf können auch Inhalationslösungen bei der Erkältungsbekämpfung helfen. Ein Aufguss mit Salbei befeuchtet die Atemwege und beruhigt zugleich gereizte Schleimhäute. Das lindert den Hustenreiz und verbreitet einen wunderbaren Duft, der auch bei Erkältung oder Schnupfen für ein wenig mehr Wohlbefinden sorgt. Bei produktivem Husten, also Husten mit Auswurf, helfen Inhalationen dabei, den Schleim zu verflüssigen. Die Folge ist leichteres Abhusten des Sekrets.

 

Duftende Öle wie beispielsweise Minzöl können dagegen eher bei Schnupfen oder einer hartnäckigen Nasennebenhöhlenentzündung helfen. Ob insbesondere bei letzterem ein Effekt erzielt wird, muss jedes Erkältungsopfer aber selbst ausprobieren. Die Dämpfe ätherischer Öle helfen dabei, festsitzenden Schleim zu lösen. Aber Achtung: Allergiker und Kinder dürfen mit Duftölen keinesfalls inhalieren, denn im schlimmsten Fall können Atemstillstand oder allergische Reaktionen auftreten!

 

Nichts für Gourmets, aber hilfreich: Honig und Zwiebeln

Als ob man mit einer Erkältung nicht schon genug geschlagen ist. Immer wenn es dem Erkrankten richtig schlecht geht, kommt Oma mit dem wohl berühmtesten Hausmittel um die Ecke: Zwiebelsaft mit Zucker. Doch hilft der Saft einer Zwiebel wirklich bei Husten oder sollte man sich den Geschmack nicht ersparen?

Wirklich schmackhaft ist der Zwiebelsaft nicht, aber immerhin schnell zubereitet. Einfach eine Zwiebel würfeln und bei schwacher Hitze unter der Zugabe von Kandiszucker aufkochen. Das Gebräu anschließend ziehen lassen und durch ein Tuch abseihen. Der duftende Zaubertrank sollte danach löffelweise (Teelöffel verwenden!) eingenommen werden. Die Inhaltsstoffe der Zwiebel wirken keimabtötend und sogar leicht gegen Entzündungen. Die Schwefelverbindungen, Flavonoide und ätherischen Öle wirken beruhigend und hustenlindernd. Ausprobieren kann sich also lohnen. Statt Zucker, kann der Zwiebelsud auch mit Honig gesüßt werden. Dieser enthält zusätzlich gesunde Inhaltsstoffe, die Hustenattacken verringern können. Dies wurde sogar in Studien zu nächtlichem Husten nachgewiesen (das mit dem Honig, nicht der Zwiebel). Auch wenn die Ergebnisse einer solchen Studie zu Diskussionen einladen, scheinen die Alltagserfahrungen mit der Einnahme von Honig bei Husten dem goldenen Sirup eine gewisse Wirksamkeit zuzusprechen. Aber selbst beim Bienenhonig gibt es kleinere Einschränkungen: Kinder unter einem Jahr sollte kein Honig eingeflößt werden, da die Gefahr besteht so Umweltbakterien zuzuführen, die den "Säuglingsbotulismus" auslösen können. Am Ende gilt: Was Oma gut tut, kann dem Enkel kaum schaden.

 

Unverzichtbares Hausmittel bei Husten: Viel trinken!

Überhaupt keine Diskussionen gibt es bei der Empfehlung, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Viel zu trinken gehört zum wichtigsten und besten Hausmittel bei Husten. Allerdings sollte man darauf achten, was man trinkt. Sicher kann auch literweise Limonade die Wasservorräte füllen, besser geeignet sind aber Kräutertees, die zusätzlich positive Effekte entfalten. Genannt seien hier vor allem Thymian, Spitzwegerich oder Anis. Thymian und Anis helfen dabei, Sekret zu lösen und erleichtern das Abhusten. Spitzwegereich oder Eibisch entfalten dagegen eher hustenlindernde Effekte. Sich eine Karaffe mit leckerem Tee anzusetzen zählt daher zum Non-Plus-Ultra bei hartnäckigen Erkältungen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgt, ähnlich wie die Inhalation auch, dafür, dass die Schleimhäute geschmeidig bleiben und nicht austrocknen.

Wunderknolle Kartoffel: Helfen kartoffelwickel?

Und was ist nun mit der Deutschen liebsten Knolle? Es gibt Menschen, die schwören bei einer Erkältung auf sogenannte Kartoffelwickel. Dazu einfach einige Kartoffeln weich kochen, in ein Tuch legen und zerdrücken. Nach einer kurzen Abkühlphase (Vorsicht heiß!) legt man den Wickel auf den Brustbereich und wartet, bis der matschige Inhalt erkaltet ist. Das wärmt zwar ähnlich gut wie eine Wärmflasche, entfaltet aber scheinbar keine darüber hinausgehende Effekte. Trotzdem gilt: Wer mit diesem Hausmittel gegen Husten gut zurecht kommt, kann es bedenkenlos weiter verwenden. Und dann schließt sich der Kreislauf: Nach dem Wickel gibt's dann leckeren Kartoffelbrei, der ja bei Bedarf mit wohltuenden Kräutern gewürzt werden kann (man denke an den Thymian aus dem Teegebräu!). Ob der Kartoffelwickel letztlich wirkt, hängt auch davon ab, wie man den Prozess der Zuwendung empfindet (Stichwort Placebo). Wenn sich eine nahestehende Person kümmert, ist das dem Wohlbefinden zuträglich. Fazit zum Kartoffelwickel als eines der besten Hausmittel gegen Husten: Es wirkt, was hilft. Und was hilft wirkt auch.

 

Und nicht vergessen: Bei Fieber oder Husten, der länger als eine Woche anhält, solltest Du einen Arzt aufsuchen.


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