Die besten Tipps für Radler: Das E-Bike selbst checken

Der Frühling lockt mit ersten Sonnenstrahlen, milden Temperaturen und einer wunderschönen Naturumgebung. Der beste Zeitpunkt also, um das angestaubte Fahrrad aus dem Keller zu holen und einige Kilometer zu radeln. Damit während der Fahrt keine unliebsamen Überraschungen auftreten ist es wichtig, das Fahrrad vor der ersten Benutzung eingehend zu überprüfen. Die Mehrzahl an einfachen Funktionstests können bequem zu Hause erledigt werden. Nur für wenige Fahrradteile ist die erfahrene Hand eines Profis notwendig. Einige Besonderheiten haben zudem Besitzer von sogenannten E-Bikes zu beachten. Der folgende Beitrag gibt Ihnen eine Hilfestellung, damit der erste Ausflug mit dem Rad ohne Zwischenfälle verläuft.

 

Eine Runde um den Häuserblock

Macht das E-Bike auf den ersten Blick einen funktionstüchtigen und sicheren Eindruck, testen Sie die Fahreigenschaften bei einer kleinen Runde um den Häuserblock – zunächst ohne Einsatz des Hilfsmotors. Probleme fallen so direkt auf und der Rückweg nach Hause ist bei einer unmöglich gewordenen Weiterfahrt nicht allzu lang. Durch die kurze Fahrt rufen Sie dem Körper auch den gewohnten Bewegungsrhythmus des Radfahrens wieder in Erinnerung und testen Ihre Kondition. Einige Minuten leichtes Aufwärmen lockert die Muskulatur und bereitet sie auf bevorstehende Belastungen vor. So vermeiden Sie mögliche Überbelastungen und beugen Verletzungen vor. Zudem gewinnen Sie einen Eindruck über die Witterungsbedingungen. Im Frühling kann es besonders morgens noch kühl sein und der Fahrtwind wirkt dann besonders unangenehm. Sinnvoll ist dann die Anschaffung eines ausreichenden Kälteschutzes. Gut vorbereitet und gerüstet geht es dann auf die Teststrecke.

Der Akku ist besonders anfällig

Die Pflege der Energiespeicher variiert, sodass ein Blick in die Bedienungsanleitung unumgänglich ist. Welches Pflegeprogramm für Ihr Fabrikat vorgeschrieben ist, erfahren Sie so aus erster Hand. Achten Sie genau auf die Herstellerangaben, denn nur so gewährleisten Sie, dass der Akku unbeschadet durch den Winter kommt. Planen Sie die erste Fahrt mit laufendem Motor nicht zu spontan, denn vor der Inbetriebnahme sollte der Akku an die Steckdose angeschlossen werden, damit dieser sich zunächst vollständig entladen und anschließend wieder aufladen kann. Um die Funktionstüchtigkeit zu erhalten, sollten Fahrrad-Akkus einmal im Monat überprüft werden und bei niedrigem Ladestand an die Aufladestation angeschlossen werden. Die Dauer des Ladezyklus könne Sie den integrierten Kontrolllampen entnehmen oder aus der Bedienungsanleitung ersehen.

Die Elektrik eingehend prüfen

Neben dem Akku sind auch die Steckverbindungen der Elektrik besonders sensibel. Bei Funktionsproblemen muss nicht immer ein Defekt vorliegen, denn die kleinen Stecker lösen sich auch bei zu starker Reinigung aus den Verbindungsbuchsen. Reinigen Sie das E-Bike daher von Hand und verzichten Sie auf den Einsatz von Hochdruckreinigern. Sichtbare Steckverbindungen sollten auf Korrosion untersucht werden. Sind korrodierte stellen erkennbar, reinigen Sie die Fläche gründlich und benutzen Sie im Anschluss Kontaktfett oder eine Variante aus der Sprühflasche. Um Rost vorzubeugen, ist es ratsam, das Rad zur Überwinterung in einem trockenen Raum unterzustellen. So haben Feuchtigkeit und Kälte keine Chance.

Wichtig: Überprüfung der Bremsen

Das höhere Gewicht und das durchschnittlich höhere Fahrtempo beanspruchen die Bremsen und besonderem Maße. Um Fahrsicherheit zu gewährleisten ist eine Überprüfung der Bremsen enorm wichtig und sollte bei Unsicherheiten von einem Fachmann durchgeführt werden. Den Verschleiß der Bremsen erkennen Sie an den Prüfrillen der Kunststoff-Bremsbacken: Sind die Rillen nicht mehr zu erkennen, ist es Zeit für einen Wechsel.

Radlager berücksichtigen

Bei der Prüfung häufig übergangen werden die Zustände der Radlager. Insbesondere das Tretlager, also dem Bereich des Fahrrads in dem die Pedalwelle verankert ist, sollte eingehend untersucht werden. Sitzt das Tretlager zu locker begünstigt dies den Verschleiß der Bauteile. Das Tretlager darf etwas Spiel haben, allerdings nicht zu sehr wackeln. Feinjustierungen können Sie der Werkstatt überlassen oder die Befestigungsmuttern selbst anziehen.

Allgemeine Fahrradprüfung

Neben den oben genannten Besonderheiten, gelten die allgemeinen Sicherheitsregeln von konventionellen Rädern auch für die modernen E-Bikes. Die Reifen sollten aufgepumpt sein. Dies kann idealerweise an einer Tankstelle erledigt werden, wo die Möglichkeit besteht dem Reifendruck zu messen. Überprüfen Sie unbedingt die Positionen von Lenker und Sattel. Wenn Sie bequem sitzend das Bein in unterer Pedalposition durchtreten können, ist die Höhe optimal eingestellt. Für den Lenker gilt die 45-Grad-Regel: Diesen Neigungswinkel sollte der Oberkörper beim Fahren einnehmen. Die Fahrradkette muss gewechselt werden, wenn die Gänge bei der Fahrt häufig durchrutschen. Zuletzt müssen Lampen und Reflektoren vorhanden und möglicherweise gereinigt werden.
Haben Sie alle Tipps beherzigt ist die Prüfung abgeschlossen und das Fahrrad bereit für die sichere Fahrt. Der Frühling wartet!

 


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